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Burg Stettenfels in Untergruppenbach

Die Burg Stettenfels über der Ortschaft Untergruppenbach im Landkreis Heilbronn ist eine seit dem Mittelalter bestehende Burg und Schlossanlage, die heute für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird.

Untergruppenbach ist eine Gemeinde im Landkreis Heilbronn, Baden-Württemberg etwa 7 km südöstlich von Heilbronn. Sie gehört zur Randzone der Metropolregion Stuttgart. Untergruppenbach liegt auf der Hochebene des Neckartals im Süden des Landkreises Heilbronn, direkt südöstlich der Stadt Heilbronn.

In der Gegend von Untergruppenbach gab es vermutlich im 6. Jahrhundert erstmals eine Siedlung. Die erste urkundliche Erwähnung unter dem Namen Gruppenbach erfolgte im Jahre 1109 (der Name Groppenbach geht auf den Süßwasserfisch Groppe zurück). In der Folgezeit wechselt die Gemeinde mehrfach den Besitz. Nach Ritter Konrad von Merlenheim kauft Ende des 13. Jahrhunderts Pfalzgraf Ludwig II. die Gemeinde, bevor 1356 sowohl das Dorf wie auch die Burg Stettenfels an Burkard Sturmfeder weitergehen. 1504 fällt die Gemeinde an das Haus Württemberg. Nach einem Zwischenspiel in den Händen von Wolff Philipp von Hürnheim, der 1527 Eigentümer wird, sind von 1551 bis 1747 die Fugger Besitzer der Gemeinde, bevor sie schließlich von Herzog Karl Eugen wieder für Württemberg zurückgekauft wird. Nach der Verwaltungsneugliederung Anfang des 19. Jahrhunderts gehörte Untergruppenbach zum Oberamt Heilbronn, mit der Verwaltungsreform 1938 kam es zum Landkreis Heilbronn.

Die Burg Stettenfels über der Ortschaft Untergruppenbach im Landkreis Heilbronn ist eine seit dem Mittelalter bestehende Burg und Schlossanlage, die heute für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird.

Die Burg wurde im 11. Jahrhundert durch die Herren von Sturmfeder erbaut, ihr Bau erfolgte vermutlich zur gleichen Zeit wie der vieler anderer Burgen in der Nähe. Sie wechselte schon frühzeitig häufig den Besitzer. Bei der Eroberung 1504 durch die Württemberger kommt die Burg in deren Besitz und wird 1507 Lehen des Konrad Thumb. 1551 erlangten die Grafen Fugger den Besitz über die Burg, die 1576 durch Wendel Dietrich zu einem Renaissanceschloss umgebaut wurde. 1594 brannte das Schloss aus, wurde jedoch abermals durch Dietrich wiederhergestellt. Im 18. Jahrhundert erfolgte noch der Versuch der Gründung eines Kapuzinerhospizes durch die Fugger, diese Bauten wurden jedoch 1735 von Württemberg zerstört. Im 18., 19. und 20. Jahrhundert erfolgten kontinuierliche Umbauten. Als die Gemeinde Untergruppenbach 1862 den Besitz kaufte, behielt sie sich bei den späteren Veräußerungen Nutzungsrechte vor. Bis 1888 beherbergte die Anlage das staatliche Forstamt. Anschließend wechselten wiederum mehrfach die Besitzer. So kam die Anlage später in den Besitz des Siegfried Levi. Am 5. Oktober 1937 wurde jedoch das Schloss „arisiert“. 1939 wurden die alte Vogtei (1576) umgebaut und Teile der Anlage abgerissen, um eine „Ordensburg“ der NSDAP zu errichten, was aufgrund des Krieges nicht mehr realisiert werden konnte.

Bis heute ist die Burg in Privatbesitz, ist jedoch öffentlich zugänglich und bewirtschaftet. Auf der Burg finden Konzerte und Theaterveranstaltungen im Auftrag der Gemeinde statt. Die Privatbesitzer vermieten die Schlossanlage der Burg, etwa für große Empfänge, und es befindet sich ein ständiger Biergarten im Schlossgarten der Burg, der von Besuchern genutzt werden kann. Angrenzend findet sich vielfältige landwirtschaftliche Nutzung, so werden die Hänge des Stettenfels als Weinberge genutzt, und das Plateau für ein Gestüt.


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